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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Taiwania cryptomerioides ist ein immergrüner Nadelbaum aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Die Gattung Taiwania umfasst nur diese eine heute lebende Art und wird innerhalb der Familie in die eigene Unterfamilie Taiwanioideae gestellt.
Das natürliche Verbreitungsgebiet ist stark zergliedert. Es umfasst die Bergwälder Taiwans sowie voneinander getrennte Vorkommen im südöstlichen Tibet, im nordwestlichen Yunnan, im nordöstlichen Myanmar und in Nordvietnam. Einzelne chinesische Populationen wurden früher als Taiwania flousiana oder Taiwania yunnanensis abgetrennt. Da sich jedoch keine durchgehend verlässlichen morphologischen Unterschiede feststellen ließen, werden sie heute überwiegend zu Taiwania cryptomerioides gestellt.
Die Art wächst in feuchten, warmgemäßigten bis kühl-montanen Nadel-, Laub- und Mischwäldern. Die meisten natürlichen Bestände befinden sich in höheren Gebirgslagen, insgesamt werden Vorkommen zwischen etwa 500 und 2.800 Metern angegeben. Typisch sind niederschlagsreiche Sommer und Herbstmonate bei etwas trockeneren Wintern.
Der Gattungsname Taiwania nimmt auf Taiwan Bezug, wo die Art erstmals wissenschaftlich erkannt wurde. Das Artepitheton cryptomerioides bedeutet „einer Cryptomeria ähnlich“ und verweist auf die Ähnlichkeit der jungen Pflanzen mit der Japanischen Sicheltanne, Cryptomeria japonica.
Wuchs und Nadeln
In der Jugend entwickelt Taiwania cryptomerioides eine schlanke, dicht geschlossene, kegelförmige bis pyramidenförmige Krone. Der Haupttrieb wächst aufrecht, während die Seitenäste waagerecht abstehen und die feineren Zweige mehr oder weniger überhängen. Dadurch entsteht der lockere, leicht schleppenartige Wuchs, der junge Pflanzen besonders auffällig macht.
Die Art ist jedoch keine dauerhaft klein bleibende Hängekonifere. In ihrem natürlichen Lebensraum kann sie 60 bis 80 Meter hoch werden. Der Stamm erreicht bei sehr alten Exemplaren Durchmesser von drei bis vier Metern und ist im unteren Bereich mitunter deutlich verbreitert. Alte Bäume besitzen einen langen, geraden und weitgehend astfreien Stamm sowie eine breite, teilweise unregelmäßig gewölbte Krone.
In europäischen Gärten bleiben die Bäume wesentlich kleiner, können an günstigen, wintermilden Standorten langfristig aber dennoch 15 bis über 20 Meter erreichen. Für die Gartenplanung sollte deshalb ausreichend Raum vorgesehen werden. Wie groß ein Baum tatsächlich wird, hängt stark von Klima, Bodenfeuchtigkeit, Herkunft des Pflanzenmaterials und Alter ab.
Die Rinde ist anfangs rötlich braun und vergleichsweise glatt. Später wird sie graubraun, löst sich in schmalen Längsstreifen oder dünnen Schuppen ab und entwickelt bei alten Bäumen flache Risse.
Eine Besonderheit ist der ausgeprägte Unterschied zwischen Jugend- und Alterslaub. Junge Pflanzen tragen kräftige, stechende, sichel- bis pfriemförmige Nadeln. Sie werden gewöhnlich etwa 1 bis 2,4 Zentimeter lang, stehen spiralig um die Triebe und enden in einer scharfen Spitze. Ihre Färbung reicht von Blaugrün bis Graugrün. Ein feiner Wachsüberzug kann den bläulichen Eindruck verstärken.
Die Jugendphase hält ausgesprochen lange an. Erst bei größeren und älteren Bäumen entstehen zunehmend kurze, schuppenförmige, den Trieben anliegende Blätter. Diese sind nur etwa 3 bis 6 Millimeter lang und meist glänzend dunkelgrün. An kultivierten Bäumen kann die auffällige Jugendbenadelung über viele Jahre erhalten bleiben.
Zapfen und Samen
Taiwania cryptomerioides ist einhäusig. Pollen- und Samenzapfen entwickeln sich somit auf demselben Baum, allerdings gewöhnlich erst an älteren Pflanzen mit ausgebildetem Alterslaub.
Die kleinen gelblich grünen Pollenzapfen stehen in Gruppen von zwei bis sieben an den Enden kurzer Triebe. Die weiblichen Zapfen erscheinen einzeln und aufrecht an den Zweigenden.
Die Samenzapfen sind länglich eiförmig bis annähernd zylindrisch und reifen innerhalb einer Vegetationsperiode. Ausgereift werden sie etwa 1,2 bis 2 Zentimeter lang und hellbraun. Sie bestehen gewöhnlich aus 12 bis 25 dünnen Zapfenschuppen.
In jedem Zapfen entwickeln sich zahlreiche kleine, flache Samen. Sie besitzen einen schmalen Flügel und werden durch den Wind verbreitet. An jungen Gartenpflanzen sind Zapfen nicht zu erwarten, da sie erst nach dem Übergang zum Alterslaub gebildet werden.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Art wurde 1904 von Nariaki Konishi im Yushan-Gebirge auf Taiwan, dem damaligen Mount Morrison, gesammelt. Der japanische Botaniker Bunzō Hayata erkannte darin eine bis dahin unbekannte Gattung und veröffentlichte 1906 die wissenschaftliche Erstbeschreibung.
Fossilien zeigen, dass Verwandte der heutigen Taiwania früher erheblich weiter über die Nordhalbkugel verbreitet waren. Die heute weit voneinander getrennten Bestände in Taiwan, China, Myanmar und Vietnam gelten als Überreste einer ehemals ausgedehnteren Verbreitung.
Das leichte, fein strukturierte und dennoch dauerhafte Holz wurde in Ostasien für Gebäude, Möbel, Tempelbauten und traditionell auch zur Herstellung von Särgen verwendet. Daraus entstand der englische Name „Coffin Tree“. Die starke Nutzung des wertvollen Holzes führte jedoch dazu, dass viele alte Bestände abgeholzt oder erheblich verkleinert wurden.
Die Art wird weltweit als gefährdet beziehungsweise „Vulnerable“ eingestuft. Besonders die kleinen und voneinander isolierten Populationen außerhalb Taiwans sind durch frühere Holznutzung, Waldumwandlung und Brände beeinträchtigt.
Sehr alte Taiwanien können mehr als tausend Jahre alt werden. Im Jahr 2023 wurde im Sheshan-Gebirge auf Taiwan ein 84,1 Meter hoher Baum durch eine direkte Messung vom Stamm bis zur Krone bestätigt. Die 2026 veröffentlichte Untersuchung führt ihn als höchsten bislang zuverlässig vermessenen Baum Ostasiens. Bei den indigenen Rukai tragen solche Waldriesen sinngemäß den Namen „Baum, der den Mond berührt“ – eine Bezeichnung, die bei einem Baum dieser Größenordnung erfreulich wenig übertreibt.
Die ersten lebenden Pflanzen gelangten 1918 durch Ernest Henry Wilson in die USA. Eine erfolgreiche Saatguteinführung aus Taiwan folgte 1924. Von diesem Material wurden Jungpflanzen an botanische Gärten und Arboreten in verschiedenen Ländern verteilt. In der allgemeinen Gartenkultur blieb die Art dennoch eine Seltenheit.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis leicht halbschattiger Standort. In voller Sonne entwickelt sich eine dichte, gleichmäßige Krone, sofern der Boden ausreichend feucht bleibt. Leichter Halbschatten wird vertragen, besonders wenn er die Pflanze vor heißer Nachmittagssonne oder austrocknenden Winden schützt.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich, schwach sauer und gleichmäßig frisch bis feucht sein. Gute Erfahrungen sind vor allem auf tiefgründigen, humosen Lehmböden zu erwarten. Überschüssiges Wasser muss dennoch abziehen können, da dauerhaft verdichtete oder sauerstoffarme Böden das Wurzelwachstum beeinträchtigen.
Kalkreiche und stark alkalische Böden sind weniger geeignet. Bei einer Pflanzung auf schwerem Boden sollte der Standort großzügig vorbereitet und für einen langsamen, aber sicheren Wasserabzug gesorgt werden.
Besonders junge Pflanzen dürfen während der Vegetationsperiode nicht vollständig austrocknen. Das gilt auch für frisch gepflanzte Exemplare, deren Wurzelwerk noch nicht weit in den umgebenden Boden vorgedrungen ist. Während längerer Trockenperioden sollte deshalb durchdringend gewässert werden. Häufige kleine Wassergaben befeuchten dagegen nur die oberste Bodenschicht und fördern ein flaches Wurzelsystem.
Eine Mulchschicht aus Laubkompost oder gut verrottetem organischem Material hilft, die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger zu halten. Der unmittelbare Bereich um den Stamm sollte dabei frei bleiben.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Beschädigte Seitenzweige können entfernt werden, der durchgehende Leittrieb sollte jedoch erhalten bleiben. Wird er beschädigt, können mehrere konkurrierende Spitzen entstehen. Bei jungen Pflanzen wird dann der kräftigste aufrechte Trieb als neuer Leittrieb ausgewählt.
Klimatische Aspekte
Die Angaben zur Winterhärte reichen von USDA-Zone 7 bis Zone 8. Die American Conifer Society und Trees and Shrubs Online führen die Art für Zone 7, während mehrere nordamerikanische Gartenquellen Zone 8 als sicheren Bereich nennen. Die Royal Horticultural Society bewertet sie mit H5, entsprechend ungefähr −15 bis −10 °C.
In wintermilden Regionen Mitteleuropas kann Taiwania cryptomerioides daher dauerhaft ausgepflanzt werden. In Zone 7 sollte sie jedoch einen geschützten Standort erhalten. Die Herkunft des Pflanzenmaterials kann dabei eine Rolle spielen, da die weit voneinander entfernten Populationen an unterschiedliche Klimaverhältnisse angepasst sind.
Junge Pflanzen reagieren empfindlicher auf Frost und austrocknende Winterwinde als ältere, gut eingewurzelte Bäume. Besonders ungünstig ist die Kombination aus gefrorenem Boden, Wintersonne und kaltem Ostwind. Ein windgeschützter Platz innerhalb eines lichten Gehölzbestandes oder in der Nähe größerer Bäume ist deshalb günstiger als eine völlig freistehende Lage.
Eine lockere Mulchschicht schützt den Wurzelbereich junger Pflanzen. Das oberirdische Laub sollte nicht dicht eingepackt werden, da stehende Feuchtigkeit und mangelnde Luftbewegung zu Schäden führen können. An sehr offenen Standorten ist in den ersten Wintern ein luftdurchlässiger Windschutz sinnvoll.
Sommerliche Hitze wird nur bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit gut vertragen. Heiße, trockene Standorte mit stark aufgeheiztem Boden entsprechen nicht den natürlichen Lebensbedingungen. Längere Trockenphasen können zu Nadelverfärbungen, Wachstumsstockungen und Triebschäden führen. Mit zunehmend trockenen Sommern wird daher eine zuverlässige Wasserversorgung wichtiger.
Praxistipp
Für die Pflanzung eignet sich ein geschützter, heller Platz auf tiefgründigem Boden, an dem sich langfristig eine hohe, schmale Krone entwickeln darf. Direkt neben Gebäuden, Leitungen, kleinen Teichen oder schmalen Wegen ist die Art weniger gut aufgehoben.
Nach dem Pflanzen sollte der Wurzelballen besonders sorgfältig feucht gehalten werden. Ein Gießrand erleichtert in den ersten Jahren eine gründliche Wasserversorgung. Auf windoffenen Flächen kann eine stabile, aber nicht zu starre Anbindung verhindern, dass sich der frisch gepflanzte Wurzelballen bewegt.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
Blütezeit
Früchte
Besonderes
Boden
-
humos
-
durchlässig
-
mäßig feucht
-
nahrhaft
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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