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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Tetradium daniellii Hupehense Group, die Hupeh-Stinkesche, stammt aus dem mittleren China. „Hupeh“ ist die ältere westliche Schreibweise der heutigen chinesischen Provinz Hubei. Botanisch gehört der Baum zu den Rautengewächsen und ist damit unter anderem mit Zitruspflanzen verwandt.
Im Handel findet man diese Herkunftsform noch unter den Namen Euodia hupehensis, Tetradium daniellii var. hupehensis oder verkürzt als Tetradium hupense. Nach heutiger botanischer Auffassung gehören diese Pflanzen jedoch alle zu der sehr variablen Art Tetradium daniellii.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Der sommergrüne Baum wächst zunächst zügig und entwickelt im Alter eine breite, fächer- bis schirmförmige Krone. In europäischen Gärten sind etwa 10 bis 15 m Höhe zu erwarten. Sehr alte Exemplare können unter günstigen Bedingungen annähernd 20 m erreichen und entsprechend breit werden.
Die Rinde bleibt lange glatt und grau und erinnert etwas an eine Buchenrinde. Die gegenständig angeordneten, unpaarig gefiederten Blätter werden etwa 20 bis 40 cm lang. Sie bestehen meist aus fünf bis neun, gelegentlich bis zu elf eiförmigen, zugespitzten Fiederblättchen. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite heller und teilweise weich behaart. Beim Zerreiben entwickelt das Laub einen kräftigen, würzigen Geruch. Die Herbstfärbung bleibt meist zurückhaltend und reicht von Grünlichgelb bis Hellgelb.
Von Ende Juli bis August, in kühleren Regionen teilweise bis Anfang September, erscheinen zahlreiche kleine, cremeweiße bis blassgelbe Blüten. Sie stehen in großen, breit aufgebauten Blütenständen an den Enden der jungen Triebe und verströmen einen angenehmen, süßlich-würzigen Duft.
Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich im Herbst auffällige rötliche bis purpurrote Fruchtstände. Die kleinen Kapselfrüchte öffnen sich bei der Reife und zeigen glänzend schwarze Samen.
Das Geschlechtssystem ist ungewöhnlich: Es gibt nahezu ausschließlich männlich blühende Bäume sowie Pflanzen, die nacheinander männliche und weibliche Blüten bilden. Deshalb trägt nicht jedes Exemplar Früchte. Auch bei einer einzelnen Pflanze ist ein regelmäßiger Fruchtansatz nicht garantiert.
Besonderheit / Kulturgeschichte
Die später als Euodia hupehensis bezeichnete Form gelangte durch Ernest Henry Wilsons Sammelreise von 1907 bis 1908 aus den chinesischen Provinzen Hubei und Shaanxi in europäische Gärten.
Lange wurde sie von Euodia daniellii unterschieden. Als Kennzeichen galten längere Stiele der einzelnen Fiederblättchen und ein längerer schnabelartiger Fortsatz an den Früchten. Bereits ältere dendrologische Literatur wies jedoch darauf hin, dass diese Merkmale nicht zuverlässig sind.
Thomas Gordon Hartley überarbeitete die Gattung im Jahr 1981 und stellte die winterharten asiatischen Arten aus der überwiegend tropischen Gattung Euodia zu Tetradium. Heute wird Euodia hupehensis von Kew vollständig als Synonym von Tetradium daniellii behandelt. Die Bezeichnung Hupehense Group bewahrt die gärtnerische Herkunft, ohne daraus weiterhin eine eigene Art zu machen.
Der Artname daniellii erinnert an den britischen Militärarzt William Freeman Daniell. Das ursprüngliche Pflanzenmaterial wurde während seiner Stationierung in China zwischen 1860 und 1862 gesammelt.
Standort & Pflege
Ideal ist ein sonniger bis leicht halbschattiger, möglichst warmer Standort. In voller Sonne entwickelt der Baum eine gleichmäßigere Krone und blüht gewöhnlich reicher.
Geeignet sind tiefgründige, nährstoffreiche und gut durchlässige Gartenböden. Die Art ist hinsichtlich des pH-Wertes anpassungsfähig und verträgt auch kalkhaltige Erde. Dauerhafte Staunässe und stark verdichtete Böden sind ungünstig.
Junge Pflanzen sollten während längerer Trockenperioden regelmäßig und durchdringend gewässert werden. Gut eingewurzelte Bäume überstehen vorübergehende Trockenheit besser. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Bei jungen Pflanzen kann ein gerader Haupttrieb ausgewählt und die spätere Krone behutsam aufgebaut werden.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–8
Die RHS bewertet Tetradium daniellii mit H6, entsprechend etwa −20 bis −15 °C. Junge Pflanzen reagieren empfindlicher auf strenge Fröste und kalten Wind und profitieren deshalb zunächst von einem geschützten Standort.
Warme Sommer fördern Wachstum, Blütenbildung und eine gute Ausreifung der jungen Triebe. Auf kühlen Standorten kann sich die Blüte bis in den September verschieben.
Praxistipp
Dieser Baum benötigt langfristig viel Platz. Für die breite Krone sollten mindestens acht bis zehn Meter seitlicher Raum eingeplant werden. Am besten wirkt er als freistehender Solitär auf einer größeren Rasenfläche oder in einer weitläufigen Gehölzpflanzung.
Wer die roten Fruchtstände erleben möchte, sollte nach Möglichkeit mehrere genetisch unterschiedliche Pflanzen setzen. Wegen des ungewöhnlichen Geschlechtssystems lässt sich ein späterer Fruchtansatz bei jungen Sämlingen jedoch nicht sicher vorhersagen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
August
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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