Lieferzeiten - Je nach Versandaufkommen 2-4 Tage
Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Tilia mandshurica, die Mandschurische Linde, stammt aus dem nordöstlichen Asien. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom russischen Fernen Osten über die Mandschurei sowie das nördliche und östliche China bis auf die Koreanische Halbinsel. Kew zählt außerdem Teile Japans zum natürlichen Areal, während andere Quellen die dortigen Vorkommen teilweise als eingeführt betrachten.
Die Art wächst vor allem in sommergrünen Mischwäldern der gemäßigten Klimazone. Der Name mandshurica bedeutet „aus der Mandschurei stammend“. Botanisch gehört die Art heute zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae); in älterer Literatur werden Linden noch einer eigenen Familie, den Tiliaceae, zugeordnet.
Wuchs und Blätter
Die Mandschurische Linde entwickelt sich zu einem mittelgroßen bis großen, sommergrünen Baum mit zunächst aufrechter, später rundlicher und locker aufgebauter Krone. In ihrer Heimat kann sie etwa 18–20 m Höhe erreichen. Auch in europäischen Gärten sind langfristig 12–18 m möglich; günstige Standorte können durchaus größere Exemplare hervorbringen. Die Krone wird im Alter ungefähr 8–12 m breit.
Die Rinde ist zunächst glatt und grau. Mit zunehmendem Alter entstehen flache Längsfurchen. Junge Zweige sind kräftig und häufig purpur- bis graubraun gefärbt. Besonders auffällig ist ihre dichte, hellbraune bis grauweiße Behaarung aus feinen Sternhaaren. Auch die breit eiförmigen Knospen sind vollständig filzig behaart.
Die Blätter sind breit eiförmig bis schief herzförmig und besitzen eine deutlich zugespitzte Spitze. Sie werden meist 7–14 cm lang, an kräftigen jungen Trieben gelegentlich mehr als 20 cm. Der Blattrand ist grob gesägt; die einzelnen Zähne enden in auffallend langen, leicht gebogenen Spitzen.
Die Blattoberseite ist frisch- bis dunkelgrün. Die Unterseite erscheint durch die sternförmige Behaarung graugrün bis silbrig. Im Herbst nimmt das Laub gelbe bis goldgelbe Farbtöne an.
Blüte
Die gelblich weißen bis cremefarbenen Blüten erscheinen in Mitteleuropa meist im Juli. In warmen Lagen kann die Blüte bereits Ende Juni beginnen. Jeweils mehrere Blüten stehen in locker verzweigten, herabhängenden Blütenständen.
Wie bei anderen Linden ist der Blütenstand mit einem länglichen, flügelartigen Hochblatt verbunden. Die Blüten verströmen einen süßlichen, besonders bei warmer Witterung gut wahrnehmbaren Duft.
Früchte
Aus den Blüten entstehen annähernd kugelige, etwa einen Zentimeter große Nussfrüchte. Ihre feste Oberfläche ist schwach gerippt oder unregelmäßig höckerig und dicht hellbraun behaart.
Das flügelartige Hochblatt bleibt am Fruchtstand erhalten. Beim Herabfallen wirkt es wie ein kleines Segel und verlangsamt den Fall der Früchte, sodass diese vom Wind ein Stück vom Baum fortgetragen werden können.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Art wurde 1856 anhand von Pflanzenmaterial aus dem damaligen russischen Fernost wissenschaftlich beschrieben. Eine erste dokumentierte Einführung nach Kew erfolgte 1871 durch die Hamburger Baumschule James Booth & Söhne.
Diese ersten Pflanzen bereiteten in England allerdings Schwierigkeiten: Ihr Austrieb begann sehr früh und wurde wiederholt durch Frühlingsfröste geschädigt. Spätere Herkünfte erwiesen sich teilweise als besser an das westeuropäische Klima angepasst. Bei dieser Art kann deshalb die geografische Herkunft des Saatgutes einen deutlichen Einfluss auf Austriebszeit und Kulturverhalten haben.
Von anderen asiatischen Linden unterscheidet sich Tilia mandshurica besonders durch die dicht behaarten Zweige, Knospen, Blattstiele und Früchte sowie durch die langen Spitzen der Blattzähne.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. Der Boden sollte tiefgründig, humos und gut durchlässig sein. Sandig-lehmige, lehmige und auch etwas schwerere Böden werden vertragen, sofern sie weder dauerhaft vernässen noch stark verdichtet sind.
Am besten entwickelt sich der Baum auf frischen bis mäßig feuchten Böden. Eingewachsene Exemplare vertragen zeitweise mäßige Trockenheit, für dauerhaft trockene, heiße oder flachgründige Standorte ist die Art jedoch nicht die erste Wahl. Junge Bäume benötigen während längerer Trockenperioden eine regelmäßige Wasserversorgung.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Bei jungen Pflanzen kann ein zurückhaltender Erziehungsschnitt helfen, einen durchgehenden Leittrieb und eine gleichmäßig aufgebaute Krone zu entwickeln. Stärkere Schnittmaßnahmen sollten wie bei anderen Linden möglichst während der Vegetationszeit und nicht unmittelbar vor dem Austrieb erfolgen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5; je nach Herkunft möglicherweise deutlich frosthärter
Die Angaben zur Winterhärte reichen von WHZ 5b bis USDA-Zone 3. Diese Unterschiede lassen sich teilweise durch verschiedene Saatgutherkünfte und durch die unterschiedlichen Klimabedingungen an den Kulturstandorten erklären. Tiefe Temperaturen während der eigentlichen Winterruhe werden grundsätzlich gut vertragen.
Empfindlicher ist der frühe Austrieb. Bereits geöffnete Blätter und junge Triebe können durch späte Nachtfröste geschädigt werden. Ein geschützter Standort außerhalb einer Frostsenke ist daher sinnvoll. Der wärmste Platz unmittelbar vor einer Südwand ist allerdings nicht unbedingt ideal, weil dort der Austrieb zusätzlich verfrüht werden kann – die Linde braucht Schutz, aber keine Einladung zum Frühstart im Februar.
Praxistipp
Tilia mandshurica eignet sich als ungewöhnlicher Solitärbaum für größere Gärten, Parkanlagen und Gehölzsammlungen. Für einen ausgewachsenen Baum sollten mindestens zehn Meter seitlicher Raum eingeplant werden.
Bei der Standortwahl ist ein Platz mit guter Luftbewegung und ohne nächtlichen Kaltluftstau günstiger als eine besonders warme Hausecke. Besonders interessant ist die Art dort, wo neben einer lockeren Baumkrone auch die filzig behaarten Triebe, die silbrigen Blattunterseiten und die goldgelbe Herbstfärbung zur Geltung kommen können.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
sandig
-
lehmig
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

Pflanzenmarkt
Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

Abholung
.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

Per Versand
Ganz bequem zu Hause bestellen und wir liefern per Paketdienst und gut verpackt nach Hause.
Impressionen
Ein paar Einblicke in unser Arbortum und die Gärtnerei aus dem Jahr 2024. Wenn Sie gern selbst einmal schauen möchten schreiben Sie uns eine Mail - wir nehmen uns dann gern für Sie Zeit.
Mit Sorgfalt kultiviert
Selbst erzeugt
Jedes Insekt willkommen
Sie wissen nicht, ob die Pflanze in Ihren Garten passt? Dann schauen Sie doch einmal unter dem Link nach Pflanzen.
Suche auf Basis meines Standortes nach Pflanzen






