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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Toona sinensis, der Chinesische Gemüsebaum oder Chinesische Surenbaum, gehört zur Familie der Mahagonigewächse (Meliaceae). Damit ist er mit verschiedenen tropischen und subtropischen Nutzholzgehölzen verwandt.
Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Himalaya und dem indischen Subkontinent über China und Teile Indochinas bis nach Südostasien. In Korea wird er ebenfalls kultiviert, gilt dort nach der aktuellen Verbreitungseinstufung von Kew jedoch als eingeführt.
In seiner Heimat wächst er in Bergwäldern, an Waldrändern und entlang von Wasserläufen. Er besiedelt auch lichte Sekundärwälder und andere offene Standorte.
Der Gattungsname Toona geht auf südasiatische Pflanzennamen zurück. Der Artname sinensis bedeutet „aus China stammend“.
Die Art wurde ursprünglich 1830 von Adrien-Henri de Jussieu unter dem Namen Cedrela sinensis beschrieben. Max Joseph Roemer stellte sie 1846 in die Gattung Toona. Der heute akzeptierte botanische Name lautet Toona sinensis (A.Juss.) M.Roem.
Wuchs und Blätter
Der Chinesische Gemüsebaum entwickelt sich zu einem sommergrünen, raschwüchsigen Baum mit zunächst aufrechter, später breiter und locker verzweigter Krone.
In seiner Heimat kann er 20–30 m Höhe erreichen, unter besonders günstigen Bedingungen werden sogar Höhen bis etwa 40 m beschrieben.
Auch in Mitteleuropa kann er sich zu einem stattlichen Baum entwickeln. Die endgültige Höhe hängt wesentlich von Standort, Wintertemperaturen und Schnittmaßnahmen ab.
Besonders auffällig sind die großen, wechselständig angeordneten, gefiederten Blätter. Sie können 40–80 cm lang werden, bei kräftig wachsenden Exemplaren auch darüber hinaus.
Die einzelnen Fiederblättchen sind länglich bis lanzettlich, zugespitzt und meist fein gesägt. Sie stehen paarweise oder annähernd gegenständig entlang der Blattspindel.
Der junge Austrieb besitzt häufig eine auffällige rötliche bis bronzefarbene Tönung. Mit zunehmender Entwicklung färben sich die Blätter kräftig grün.
Beim Zerreiben verströmen besonders die jungen Blätter und Triebe einen intensiven, würzigen Geruch, der an Zwiebeln, Knoblauch und andere aromatische Küchenkräuter erinnert.
Im Herbst nimmt das Laub überwiegend gelbliche Farbtöne an, bevor es abfällt.
Blüte und Früchte
Die Blütezeit liegt gewöhnlich im Frühsommer bis Hochsommer.
Ältere, ausreichend entwickelte Bäume bilden große, locker verzweigte Blütenrispen, die zahlreiche kleine, weißliche bis cremefarbene Blüten tragen.
Die einzelnen Blüten besitzen fünf Kronblätter und sind nur wenige Millimeter groß. Durch ihre große Anzahl können die Blütenstände dennoch auffallen.
Toona sinensis bildet männliche und weibliche Blüten an derselben Pflanze.
Nach der Bestäubung entwickeln sich längliche, holzige Kapselfrüchte, die bei der Reife in mehrere Klappen aufspringen.
Die darin enthaltenen Samen besitzen häutige Flügel und werden durch den Wind verbreitet.
In Mitteleuropa ist eine regelmäßige Blüten- und Fruchtbildung nicht an allen Standorten zu erwarten. Besonders häufig zurückgeschnittene Pflanzen bleiben meist im vegetativen Entwicklungsstadium.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Der Chinesische Gemüsebaum besitzt in China eine lange Tradition als Nutzpflanze.
Besonders geschätzt werden die jungen, noch zarten Frühjahrstriebe, die unter dem chinesischen Namen Xiangchun (香椿) bekannt sind.
Der Name bedeutet sinngemäß „duftender Chun“ und verweist auf das charakteristische Aroma des jungen Laubes.
Die Ernte der ersten Triebe gilt in vielen Regionen Chinas als kulinarisches Frühlingsereignis. Das Gemüse wird traditionell nur während einer relativ kurzen Zeit angeboten, solange die Blätter noch weich und zart sind.
Eine der bekanntesten Zubereitungen ist Xiangchun Chao Jidan (香椿炒鸡蛋), bei der fein geschnittene junge Triebe mit verquirltem Ei gebraten werden.
Auch in Tofu-Gerichten, herzhaften Teigwaren und verschiedenen Gemüsezubereitungen findet Xiangchun Verwendung.
Sein Aroma ist ungewöhnlich kräftig und wird häufig als Mischung aus Zwiebel, Knoblauch und leicht harzigen Noten beschrieben.
Die jungen Blätter werden vor der Zubereitung häufig kurz blanchiert. Dadurch verändert sich nicht nur ihre Farbe und Konsistenz, sondern es lässt sich auch der Gehalt an bestimmten unerwünschten Inhaltsstoffen, insbesondere Nitrit, reduzieren.
Neben seiner Verwendung als Gemüse besitzt der Baum auch eine Bedeutung als Nutzholzlieferant.
Das Holz wurde in verschiedenen Regionen Asiens für Möbel, Innenausbau und andere Holzarbeiten verwendet. Es besitzt eine attraktive Färbung und kann einen charakteristischen Geruch entwickeln.
In der traditionellen chinesischen Pflanzenheilkunde wurden außerdem verschiedene Pflanzenteile verwendet. Diese historischen Anwendungen sind von einer wissenschaftlich belegten medizinischen Wirksamkeit zu unterscheiden.
Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, den Baum durch regelmäßigen Rückschnitt als niedriges Erntegehölz zu kultivieren.
Während ungeschnittene Exemplare mit der Zeit zu hohen Bäumen heranwachsen, lassen sich zurückgeschnittene Pflanzen zur Bildung neuer, junger Triebe anregen.
Standort und Pflege
Toona sinensis bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte.
Besonders gut entwickelt sich die Art auf tiefgründigen, nährstoffreichen und gut durchlässigen Böden mit ausreichender Feuchtigkeit.
Ein sonniger, warmer und möglichst windgeschützter Platz fördert einen kräftigen Austrieb.
Gut eingewachsene Exemplare können zeitweilige Trockenperioden überstehen. Auf sehr trockenen, flachgründigen Böden fällt das Wachstum jedoch häufig schwächer aus.
Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden.
Junge Pflanzen sind empfindlicher gegenüber starken Frösten als ältere, gut eingewachsene Bäume. Besonders spät im Jahr gebildete, noch nicht vollständig ausgereifte Triebe können im Winter zurückfrieren.
Der Baum verträgt einen kräftigen Rückschnitt und kann bei entsprechender Kultur niedrig gehalten werden.
Bei einer Nutzung als Gemüsegehölz ist es sinnvoll, die Pflanze gezielt zur Bildung junger Triebe anzuregen. Dabei sollte jedoch genügend Blattmasse erhalten bleiben, damit sich die Pflanze nach der Ernte wieder kräftig entwickeln kann.
Klimatische Aspekte
Der Chinesische Gemüsebaum wird in der Gehölzliteratur häufig den USDA-Winterhärtezonen 5–7 zugeordnet. Die Royal Horticultural Society bewertet seine Winterhärte mit H5, entsprechend etwa −15 bis −10 °C.
Diese unterschiedlichen Einstufungen zeigen, dass die Winterhärte auch von Herkunft, Standort und Entwicklungszustand der Pflanzen abhängt.
Gut eingewachsene Exemplare können beachtliche Frosttemperaturen überstehen. Junge Pflanzen und nicht vollständig ausgereifte Triebe sind dagegen empfindlicher.
Während der Vegetationsperiode bevorzugt die Art warme, ausreichend helle Standorte und entwickelt bei guter Wasserversorgung ein kräftiges Wachstum.
Zeitweilige Trockenperioden werden von etablierten Pflanzen vertragen. Für einen regelmäßigen Austrieb und die Ernte zarter Blätter ist jedoch eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit günstig.
Praxistipp
Der Chinesische Gemüsebaum kann sowohl als außergewöhnlicher Zierbaum als auch als Nutzgehölz kultiviert werden.
Wer die jungen Triebe regelmäßig ernten möchte, kann die Pflanze durch gezielten Rückschnitt in einer gut erreichbaren Höhe halten.
Geerntet werden die noch zarten, jungen Austriebe im Frühjahr, bevor die Blätter vollständig ausgereift sind.
Für die Küche empfiehlt es sich, die jungen Triebe kurz in kochendem Wasser zu blanchieren und das Kochwasser anschließend wegzugießen. Danach können sie beispielsweise mit Ei gebraten, mit Tofu kombiniert oder fein geschnitten als würzige Zutat verwendet werden.
Die Ernte sollte maßvoll erfolgen, damit der Pflanze ausreichend Laub für die weitere Entwicklung verbleibt.
Wer den Baum dagegen wegen seiner großen, gefiederten Blätter und seines besonderen Erscheinungsbildes pflanzt, sollte ihm genügend Platz für die Entwicklung einer natürlichen Krone geben.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
Blütezeit
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
mäßig feucht
-
nahrhaft
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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