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Vaccinium dendrocharis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Vaccinium dendrocharis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Immergrüne Heidelbeere

Vaccinium dendrocharis

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Kleinstrauch
Vermehrungshinweis
    frische getopft, bald erhältlich

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Herkunft und Einordnung

Vaccinium dendrocharis ist eine immergrüne Art aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt im südöstlichen Himalaya und im Bergland Südwestchinas. Kew führt die Art für Tibet, Sichuan und Yunnan sowie für Myanmar.

Flora of China beschreibt Vorkommen in Höhenlagen von etwa 1.600 bis 3.200 m. Dort wächst Vaccinium dendrocharis in Bergwäldern und Dickichten, häufig auf Bäumen.

Diese epiphytische Lebensweise ist eine der interessantesten Eigenschaften der Art. Epiphytisch bedeutet dabei nicht, dass die Pflanze ihren Wirtsbaum parasitiert. Sie nutzt Äste und andere geeignete Stellen lediglich als Wuchsort und wurzelt dort in angesammeltem organischem Material.

Der Gattungsname Vaccinium ist bereits aus dem Lateinischen überliefert und wurde für entsprechende Beerensträucher verwendet.

Das Artepitheton dendrocharis enthält das griechische dendron für „Baum“. Ein Zusammenhang mit dem auffälligen Vorkommen auf Bäumen liegt nahe. Die gelegentlich angegebene wörtliche Übersetzung als „Baumverzierung“ lässt sich jedoch nicht ausreichend sicher belegen und sollte deshalb nicht als gesicherte Namensbedeutung übernommen werden.

Wuchs und Blätter

Vaccinium dendrocharis wächst als immergrüner Strauch und erreicht nach Flora of China etwa 0,5 bis 2 m Höhe.

Die jungen Zweige sind kantig und zunächst fein behaart, später verkahlend.

Die immergrünen Blätter stehen wechselständig an den Trieben und sind vergleichsweise klein. Die Blattspreite ist etwa 1,5 bis 3,5 cm lang und ungefähr 0,8 bis 1,8 cm breit.

Ihre Form reicht von elliptisch bis länglich-elliptisch. Die Blätter sind ledrig und besitzen einen fein gesägten Rand. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, während die Unterseite heller erscheint.

Der kompakte Blattaufbau und die immergrüne Belaubung unterscheiden die Art deutlich von unseren sommergrünen heimischen Heidelbeersträuchern.

Blüte und Früchte

Die Blüten stehen in kurzen traubigen Blütenständen mit gewöhnlich zwei bis sechs Einzelblüten.

Flora of China gibt als Blütezeit April bis Mai an.

Die Blütenkrone ist weiß bis rosafarben und etwa 6 bis 8 mm lang. Sie besitzt die für viele Vaccinium-Arten charakteristische urnen- bis glockenförmige Gestalt.

Nach der Blüte entwickeln sich rundliche Beeren.

Bei Reife sind diese purpurschwarz. Flora of China beschreibt sie mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 6 mm und nennt eine Fruchtreife von Juli bis Oktober.

Eine Verwendung der Früchte als traditionelles Wildobst lässt sich für Vaccinium dendrocharis in den verwendeten botanischen Quellen nicht zuverlässig nachweisen.

Auch wenn zahlreiche Arten der Gattung Vaccinium essbare Früchte besitzen, sollte diese Eigenschaft nicht ohne artspezifischen Beleg auf V. dendrocharis übertragen werden.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die ungewöhnlichste Eigenschaft von Vaccinium dendrocharis ist ihre epiphytische Lebensweise.

Anders als die aus europäischen Gärten bekannten Heidelbeeren wächst die Art in ihren natürlichen Bergwäldern häufig nicht unmittelbar im Waldboden, sondern auf Bäumen.

Dabei handelt es sich nicht um Parasitismus. In Astgabeln, auf kräftigen Ästen oder anderen geeigneten Stellen können sich Moos, Laub und weiteres organisches Material ansammeln. In solchen humosen Auflagen können Epiphyten wurzeln und sich entwickeln, ohne dem tragenden Baum unmittelbar Nährstoffe zu entziehen.

Diese Lebensweise findet sich bei verschiedenen Ericaceae der feuchten asiatischen Bergwälder und zeigt, wie stark sich manche asiatischen Vaccinium-Arten von den bei uns vertrauten Heidelbeeren unterscheiden können.

Vaccinium dendrocharis wurde 1912 von William Wright Smith wissenschaftlich beschrieben.

Die Art gehört zur Sektion Epigynium, einer überwiegend asiatischen Gruppe innerhalb der großen und ausgesprochen vielfältigen Gattung Vaccinium.

Standort und Pflege

Für die Gartenkultur lässt sich aus dem natürlichen Standort ein humoser, lockerer und gut durchlässiger Boden ableiten.

Das Substrat sollte sauer reagieren und möglichst kalkarm sein. Geeignet sind humusreiche Böden beziehungsweise Substrate, wie sie auch für andere kalkmeidende Ericaceae verwendet werden.

Wichtig ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit, ohne dass der Wurzelbereich dauerhaft vernässt.

Ein halbschattiger bis lichtschattiger, geschützter Standort entspricht den Bedingungen der Bergwälder besser als ein heißer, vollsonniger Platz.

Dabei sollte die epiphytische Lebensweise nicht dahingehend missverstanden werden, dass die Pflanze auch im Garten auf einem Baum kultiviert werden muss. Entscheidend sind vielmehr ein lockeres, humusreiches und saures Substrat sowie eine ausgeglichene Feuchtigkeit.

Bei Kübelkultur eignet sich ein strukturstabiles, sauer reagierendes Substrat. Stark kalkhaltiges Gießwasser sollte möglichst vermieden werden.

Klimatische Aspekte

Die natürlichen Vorkommen in Bergregionen bis etwa 3.200 m zeigen eine Anpassung an vergleichsweise kühle Bedingungen.

Daraus lässt sich jedoch keine bestimmte Winterhärtezone unmittelbar ableiten.

Eine verlässliche Einstufung von Vaccinium dendrocharis in USDA-Zone 7 bis 9 ist in den verwendeten botanischen Quellen nicht ausreichend dokumentiert. Solche Angaben sollten deshalb nicht als gesicherte Frosttoleranz übernommen werden.

Ebenso wichtig wie die winterliche Tiefsttemperatur dürfte für diese Art das ausgeglichene Klima ihrer natürlichen Bergwaldstandorte sein.

Heiße, trockene Standorte entsprechen diesen Bedingungen nicht. Ein geschützter Platz mit hoher Bodenfeuchtigkeit bei gleichzeitig guter Drainage ist günstiger.

Bei jungen oder noch nicht ausreichend erprobten Pflanzen empfiehlt sich in Regionen mit stärkeren Frösten zunächst eine geschützte Kultur beziehungsweise eine frostgeschützte Überwinterung im Kübel.

Praxistipp

Bei Vaccinium dendrocharis sollte weniger versucht werden, den epiphytischen Naturstandort wortwörtlich nachzubauen, als vielmehr dessen Bedingungen nachzuahmen.

Eine lockere Mischung aus saurem Humus und strukturgebenden Bestandteilen kommt den organischen Auflagen, in denen die Pflanze am Naturstandort wurzeln kann, wesentlich näher als ein schwerer, verdichteter Gartenboden.

Ein geschützter Platz zwischen oder unter locker stehenden Gehölzen bietet gleichzeitig Schutz vor intensiver Mittagssonne und vor starker Austrocknung.

Gerade bei dieser selten kultivierten Art ist es sinnvoll, mit endgültigen Aussagen zur Winterhärte vorsichtig zu sein und zunächst die Entwicklung am eigenen Standort über mehrere Winter zu beobachten.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    Mai

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Vogelnahrung

Boden

Boden 1
    humos
Boden 2
    frisch

Standort

Standort 1
    halbschattig
Standort 2
    schattig
Vaccinium dendrocharis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Vaccinium dendrocharis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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