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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Viburnum betulifolium, der Birkenblättrige Schneeball, stammt aus Ostasien. Ältere Gartenliteratur nennt vor allem West- und Zentralchina; nach heutiger botanischer Auffassung reicht das natürliche Verbreitungsgebiet vom südöstlichen Tibet über weite Teile Chinas bis nach Taiwan. Dort wächst die Art in Bergwäldern, Gebüschen und an lichten Waldrändern.
Der Artname betulifolium bedeutet „birkenblättrig“ und verweist auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen einer Birke. In europäischen Gärten ist dieser ausgesprochen attraktive Schneeball noch immer vergleichsweise selten.
Wuchs und Blätter
Der sommergrüne Strauch wächst zunächst locker aufrecht und entwickelt mit zunehmendem Alter einen breiteren, leicht bogig überhängenden Aufbau. Im Garten erreicht er gewöhnlich etwa 2 bis 3 Meter Höhe und eine ähnliche Breite. Ältere Exemplare können an günstigen Standorten etwas größer werden.
Die dunkelgrünen, leicht glänzenden Blätter sind eiförmig bis beinahe rautenförmig und werden bis etwa 10 Zentimeter lang. Ihre deutlich sichtbare Nervatur und der grob gezähnte Rand erinnern tatsächlich ein wenig an Birkenlaub. Im Herbst nimmt das Laub gelbliche bis rötliche Farbtöne an.
Blüte
Im späten Frühjahr und Frühsommer erscheinen zahlreiche kleine, weiße Blüten. Sie stehen in flachen bis leicht gewölbten, etwa 6 bis 10 Zentimeter breiten Blütenständen und erinnern aus der Entfernung an kleine Holunderblüten.
Die Blüte ist hübsch, doch der eigentliche große Auftritt dieses Schneeballs folgt erst einige Monate später.
Früchte
Ab dem Spätsommer reifen dichte Büschel glänzend roter, leicht durchscheinender Steinfrüchte. Bei gutem Fruchtansatz hängen sie so zahlreich an den Zweigen, dass sich die schlanken Triebe unter ihrem Gewicht nach unten neigen.
Die roten Fruchtstände bleiben häufig bis weit in den Winter hinein dekorativ und bilden einen leuchtenden Kontrast zu dunklen immergrünen Gehölzen. Die Früchte dienen ausschließlich als Zierschmuck und sind nicht zum Verzehr bestimmt.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Der Birkenblättrige Schneeball gelangte zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch den bekannten Pflanzensammler Ernest Henry Wilson nach Europa. Wilson sandte 1901, 1907 und 1910 Samen aus China. Für seinen außergewöhnlichen Fruchtschmuck erhielt die Art in Großbritannien bereits 1936 einen Award of Merit und 1957 ein First Class Certificate.
Ein einzelner Strauch kann Früchte bilden, der Ansatz fällt jedoch nicht immer zuverlässig aus. Deutlich bessere Ergebnisse werden erzielt, wenn zwei genetisch unterschiedliche Exemplare gemeinsam gepflanzt werden.
Standort und Pflege
Geeignet sind sonnige bis halbschattige Standorte. In der Sonne entwickeln sich Blüte und Fruchtschmuck gewöhnlich besonders reich, sofern der Boden im Sommer nicht vollständig austrocknet.
Der Boden sollte humos, mäßig nährstoffreich und gut durchlässig sein. Die Art verträgt saure, neutrale und leicht kalkhaltige Gartenböden. Staunässe ist ungünstig, ebenso anhaltende Sommertrockenheit während der Anwachsphase.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Trockene, beschädigte oder ungünstig stehende Zweige können nach der Blüte entfernt werden. Dabei sollte sparsam vorgegangen werden, da ein kräftiger Schnitt zugleich den späteren Fruchtansatz verringert.
Klimatische Aspekte
WHZ: 6–8
Viburnum betulifolium ist gut winterhart und für die meisten Regionen Mitteleuropas geeignet. Eingewachsene Pflanzen benötigen gewöhnlich keinen besonderen Winterschutz. Junge Sträucher sollten während längerer Trockenperioden ausreichend gewässert werden, damit sie sich zügig etablieren.
Praxistipp
Für einen möglichst reichen Fruchtschmuck sollten zwei genetisch unterschiedliche Pflanzen in räumlicher Nähe stehen. Als Solitär oder in einer lockeren Gehölzgruppe kommt der breit überhängende Wuchs besonders schön zur Geltung. Vor dunklen Koniferen, Eiben oder immergrünen Laubgehölzen leuchten die roten Fruchtbüschel im Herbst geradezu – dieser Schneeball braucht keine große Bühne, aber ein passender Hintergrund schadet ihm nicht.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Vogelnahrung
Boden
-
humos
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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