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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Xanthoceras sorbifolium, das Gelbhorn, stammt aus dem nördlichen und östlichen Zentralchina sowie aus Korea. Dort wächst es auf trockenen Hängen, in Bergregionen und auf eher nährstoffarmen Böden. Die häufig genannte Mongolei beruht vermutlich auf einer Verwechslung mit der Inneren Mongolei, die zu China gehört.
Das Gelbhorn gehört zu den Seifenbaumgewächsen und ist die einzige Art der Gattung Xanthoceras. Der botanische Name leitet sich von den griechischen Wörtern xanthos für „gelb“ und keras für „Horn“ ab. Gemeint sind die kleinen, gelben, hornartigen Anhängsel in der Blüte. Das Artepitheton sorbifolium bedeutet „mit Blättern wie eine Eberesche“.
Nach Europa gelangte die Art 1868, als der französische Missionar und Pflanzensammler Père David Samen und lebende Pflanzen nach Paris schickte. Trotz dieser langen Kulturgeschichte ist das Gelbhorn in europäischen Gärten bis heute eine Rarität geblieben.
Wuchs und Blätter
Das sommergrüne Gelbhorn wächst als mehrstämmiger Großstrauch oder kleiner Baum. In mitteleuropäischen Gärten erreicht es gewöhnlich etwa 3 bis 5 m Höhe. Unter ausgesprochen günstigen Bedingungen sind langfristig auch 6 bis 8 m möglich.
Die Krone entwickelt sich zunächst aufrecht und wird später breiter und lockerer. Gelegentlich entstehen Ausläufer aus dem Wurzelbereich. Durch entsprechende Erziehung lässt sich die Pflanze sowohl strauchartig als auch als kleiner Baum kultivieren.
Die wechselständig angeordneten Blätter werden bis etwa 30 cm lang und bestehen aus zahlreichen schmalen, gezähnten Fiederblättchen. Ihre Ähnlichkeit mit den Blättern einer Eberesche hat zum Artnamen sorbifolium geführt. Das frisch- bis dunkelgrüne Laub wirkt elegant und verleiht dem Strauch auch außerhalb der Blütezeit eine angenehm leichte Erscheinung.
Blüte
Im Mai und Juni erscheinen zahlreiche etwa 2 bis 3 cm große, weiße Blüten in aufrechten, bis ungefähr 20 cm langen Trauben. Die einzelnen Blüten sind weit geöffnet, leicht sternförmig und duften angenehm.
Besonders auffällig ist das Farbspiel im Inneren der Blüten. Das zunächst gelbe Auge färbt sich mit zunehmendem Alter orange, rot oder purpurrot. Da sich innerhalb eines Blütenstandes gleichzeitig junge und ältere Blüten befinden, wirken die Trauben mehrfarbig. Das Gelbhorn wechselt seine Blütenfarbe also nicht aus Unentschlossenheit – der Farbwechsel gehört ganz regulär zum Programm.
Früchte
Nach warmen Sommern können sich auch in Mitteleuropa rundliche bis birnenförmige, dickwandige Kapselfrüchte entwickeln. Sie werden ungefähr 5 bis 6 cm groß und öffnen sich bei der Reife in drei Klappen.
Im Inneren liegen mehrere rundliche, glänzend dunkelbraune bis schwarze Samen, die etwas an kleine Kastanien erinnern. Der Fruchtansatz kann von Jahr zu Jahr stark schwanken und bleibt in kühleren Lagen häufig gering.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
In China wird Xanthoceras sorbifolium nicht nur als Ziergehölz, sondern auch als traditionelles Nutzgehölz kultiviert. Die Samen besitzen einen hohen Ölgehalt. Die Kerne werden verarbeitet und das daraus gewonnene Öl unter anderem als Speiseöl verwendet. In neuerer Zeit wird die Art außerdem als mögliche Quelle für technische Öle und Biokraftstoffe untersucht.
Verschiedene Pflanzenteile spielen darüber hinaus eine Rolle in der traditionellen chinesischen, mongolischen und tibetischen Medizin. Diese Verwendung ist kulturhistorisch zu verstehen und stellt keine Empfehlung zur medizinischen Nutzung dar.
Das harte, attraktiv gemaserte Holz wurde für Möbel, Schnitzarbeiten und kleinere Gebrauchsgegenstände genutzt.
Standort und Pflege
Am besten entwickelt sich das Gelbhorn an einem vollsonnigen, warmen und möglichst geschützten Standort. Der Boden sollte tiefgründig und sehr gut durchlässig sein. Sandige, lehmige, steinige und auch kalkhaltige Böden werden vertragen. Entscheidend ist, dass überschüssiges Wasser schnell abziehen kann.
Einmal eingewurzelte Pflanzen kommen mit sommerlicher Trockenheit gut zurecht. Frisch gepflanzte Exemplare benötigen dagegen eine regelmäßige Wasserversorgung. Staunässe und schwere, im Winter dauerhaft nasse Böden können zu Wurzelschäden führen.
Das Gelbhorn entwickelt eine kräftige Pfahlwurzel und sollte möglichst jung an seinen endgültigen Standort gepflanzt werden. Ältere Exemplare lassen sich nur ungern verpflanzen. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig. Entfernt werden lediglich beschädigte, abgestorbene oder ungünstig stehende Triebe.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–8
Gut eingewurzelte Pflanzen sind ausgesprochen frosthart. Junge Exemplare reagieren empfindlicher auf strenge Fröste, kalte Winde und winterliche Bodennässe. Eine Mulchauflage über dem Wurzelbereich ist in den ersten Standjahren sinnvoll.
Warme, sonnige Sommer fördern die Blütenbildung, die Ausreifung der Triebe und den Fruchtansatz. In kühlen, niederschlagsreichen Sommern wächst das Gelbhorn zwar weiter, bildet aber häufig weniger Früchte. Kritischer als tiefe Wintertemperaturen ist meist ein dauerhaft nasser, schlecht belüfteter Boden.
Praxistipp
Das Gelbhorn eignet sich hervorragend als Solitär für sonnige Vorgärten, Innenhöfe und kleinere Gärten, sofern ihm langfristig etwa 3 bis 4 m seitlicher Raum zur Verfügung stehen. Besonders schön wirkt es als mehrstämmiger kleiner Baum, unter dessen lockerer Krone später niedrige Stauden oder Gräser wachsen können.
Der Pflanzplatz sollte sorgfältig gewählt werden, denn seine tief reichende Wurzel packt später nur äußerst widerwillig die Umzugskartons. Wer zusätzlich auf Früchte hofft, sollte dem Gelbhorn den wärmsten und sonnigsten Platz im Garten überlassen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
kalkhaltig
-
trocken
Standort
-
sonnig
-
warm
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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