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Zanthoxylum americanum - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Zanthoxylum americanum - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Zahnwehholz

Zanthoxylum americanum

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Strauch oder Baum
Vermehrungshinweis
    Vermehrung geplant

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Herkunft und Einordnung

Zanthoxylum americanum, das Amerikanische Zahnwehholz oder die Amerikanische Stachelesche, gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und ist damit unter anderem mit Zitruspflanzen verwandt.

Die Art besitzt ein großes natürliches Verbreitungsgebiet im östlichen und zentralen Nordamerika. Es reicht von Kanada bis weit in die Vereinigten Staaten.

Am Naturstandort wächst Zanthoxylum americanum in offenen Wäldern, Gebüschen und Schluchten, an felsigen Hängen und Böschungen sowie auf nährstoffreicheren, teilweise frischen Standorten. Die Art ist damit nicht ausschließlich an feuchte Wälder gebunden.

Der Gattungsname Zanthoxylum leitet sich von den griechischen Wörtern xanthos für „gelb“ und xylon für „Holz“ ab und bezieht sich auf die gelbliche Holzfarbe verschiedener Arten der Gattung.

Das Artepitheton americanum bedeutet „amerikanisch“.

Der deutsche Name Zahnwehholz entspricht dem nordamerikanischen „toothache tree“ beziehungsweise „toothache bush“ und verweist auf eine historische Verwendung der Pflanze bei Zahnschmerzen.

Wuchs und Blätter

Zanthoxylum americanum wächst als sommergrüner, mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum.

Häufig bleibt die Pflanze etwa 2,5 bis 4 m hoch, ältere Exemplare können jedoch wesentlich größer werden. In der nordamerikanischen Literatur werden für ausgewachsene Pflanzen Höhen bis etwa 6–8 m angegeben.

Charakteristisch ist die Fähigkeit, kräftige Wurzelausläufer zu bilden. Dadurch können mit der Zeit breite, dichte Bestände entstehen.

Stämme, Zweige und häufig auch die Blattstiele tragen kräftige Stacheln.

Die wechselständig stehenden Blätter sind unpaarig gefiedert und können etwa 30 cm lang werden. Sie bestehen gewöhnlich aus fünf bis elf einzelnen Fiederblättchen.

Beim Zerreiben sind die Blätter aromatisch. Auch Rinde, Früchte und andere Pflanzenteile enthalten aromatische Inhaltsstoffe. Der Duft wird häufig als zitrusartig beschrieben – ein interessantes Merkmal angesichts der Zugehörigkeit zu den Rautengewächsen.

Blüte und Früchte

Die kleinen Blüten erscheinen sehr früh im Jahr.

Unter nordamerikanischen Kulturbedingungen beginnt die Blüte etwa im April, teilweise bis Mai. Die Blüten erscheinen an älterem Holz noch vor beziehungsweise mit dem beginnenden Laubaustrieb.

Sie sind gelblich-grün bis grünlich-weiß und eher unscheinbar.

Zanthoxylum americanum ist zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich somit grundsätzlich auf verschiedenen Pflanzen.

Für einen sicheren Fruchtansatz werden daher weibliche und männliche Pflanzen benötigt.

Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich kleine rundliche, zunächst grüne und später rötliche bis rötlich-braune Früchte. Botanisch handelt es sich nicht um Beeren, sondern um kleine Balgfrüchte.

Bei der Reife öffnen sie sich und geben ein bis zwei auffällig glänzende schwarze Samen frei.

Die Früchte sind aromatisch und gehören neben den gefiederten Blättern und den bestachelten Zweigen zu den charakteristischen Merkmalen der Art.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Der Name Zahnwehholz verweist auf eine lange dokumentierte ethnobotanische Geschichte.

Verschiedene indigene Bevölkerungsgruppen Nordamerikas verwendeten Rinde, Früchte und weitere Pflanzenteile von Zanthoxylum americanum traditionell bei unterschiedlichen Beschwerden.

Besonders bekannt wurde die Anwendung bei Zahnschmerzen. Dabei wurden unter anderem Stücke der Rinde gekaut oder zermahlene Rinde im Bereich eines schmerzenden Zahnes verwendet.

Die dabei wahrgenommene prickelnde bis betäubende Empfindung im Mund erklärt den englischen Namen „toothache tree“.

Historische Quellen dokumentieren daneben zahlreiche weitere traditionelle Anwendungen von Rinde, Wurzeln und Früchten. Diese Angaben sind als Teil der ethnobotanischen Geschichte der Pflanze zu verstehen und nicht als Empfehlung zur medizinischen Verwendung.

Die aromatischen Eigenschaften sind innerhalb der Gattung Zanthoxylum keineswegs ungewöhnlich. Zu ihr gehören auch verschiedene asiatische Arten, deren Früchte beziehungsweise Fruchthüllen als Gewürz verwendet werden und unter Sammelbezeichnungen wie Szechuanpfeffer bekannt sind.

Zanthoxylum americanum besitzt somit trotz seines völlig anderen natürlichen Verbreitungsgebietes eine erkennbare botanische Verwandtschaft mit diesen asiatischen Gewürzpflanzen.

Standort und Pflege

Zanthoxylum americanum ist hinsichtlich des Standortes vergleichsweise anpassungsfähig.

Geeignet sind sonnige bis halbschattige Plätze. Ein normaler, gut durchlässiger Gartenboden reicht in der Regel aus.

Die Art kommt auch mit weniger nährstoffreichen und zeitweise trockeneren Böden zurecht. Gleichzeitig zeigen die natürlichen Vorkommen, dass auch frische Standorte, Schluchten und offene Wälder besiedelt werden.

Dauerhafte Staunässe sollte vermieden werden.

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Soll die Pflanze in einem begrenzten Gartenbereich wachsen, ist vielmehr die Kontrolle der Wurzelausläufer wichtig.

Unerwünschte Ausläufer sollten möglichst früh entfernt werden. Wo ausreichend Platz vorhanden ist, kann man der Pflanze dagegen erlauben, mit der Zeit einen größeren mehrstämmigen Bestand zu bilden.

Beim Schneiden und bei anderen Pflegearbeiten sind die kräftigen Stacheln zu berücksichtigen.

Klimatische Aspekte

Zanthoxylum americanum stammt aus Regionen Nordamerikas mit teilweise sehr kalten Wintern und besitzt eine entsprechend hohe Frosthärte.

Der Missouri Botanical Garden führt die Art für USDA-Winterhärtezonen 3 bis 7. Damit ist die häufig genannte Zone 4 eher zu vorsichtig angesetzt.

Auch ihre große natürliche Nord-Süd-Verbreitung zeigt eine beträchtliche klimatische Anpassungsfähigkeit.

Etablierte Pflanzen können zeitweise trockenere Bedingungen tolerieren. Daraus sollte jedoch keine besondere Anpassung an dauerhaft heiße und trockene Standorte abgeleitet werden, da die Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet sehr unterschiedliche Lebensräume besiedelt.

Als sommergrünes Gehölz besitzt sie zudem nicht die für immergrüne Arten typische Problematik aus Wintersonne, Frost und fortdauernder Verdunstung über das Laub.

Praxistipp

Bei Zanthoxylum americanum sollte vor der Pflanzung vor allem eines berücksichtigt werden: der Platzbedarf.

Nicht die Höhe ist dabei unbedingt das Entscheidende, sondern die Fähigkeit zur Bildung von Wurzelausläufern. Wo die Pflanze genügend Raum bekommt, kann daraus mit den Jahren ein eindrucksvoller, dicht verzweigter Bestand entstehen.

Für einen kleinen, exakt begrenzten Pflanzplatz ist sie deshalb weniger geeignet.

Wer Früchte erhalten möchte, benötigt außerdem eine weibliche Pflanze und einen geeigneten männlichen Bestäuber. Bei jungen Pflanzen unbekannten Geschlechts lässt sich vor der ersten Blüte nicht ohne Weiteres erkennen, ob es sich um ein männliches oder weibliches Exemplar handelt.

Besonders interessant ist das Zahnwehholz für Sammler ungewöhnlicher Gehölze: gefiederte aromatische Blätter, kräftige Stacheln, eine sehr frühe Blüte und die roten, sich öffnenden Früchte mit glänzend schwarzen Samen verleihen ihm einen ausgesprochen eigenständigen Charakter.

 

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    gelb

Blütezeit

Blütezeit
    April

Früchte

Besonderes

Boden

Boden 1
    anspruchslos

Standort

Standort 1
    sonnig bis halbschattig
Zanthoxylum americanum - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Zanthoxylum americanum - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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