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Zenobia pulverulenta 'Raspberry Ripple' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Zenobia pulverulenta 'Raspberry Ripple' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Zenobie

Zenobia pulverulenta 'Raspberry Ripple'

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Staude

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Zenobia pulverulenta ‘Raspberry Ripple’ ist eine sommergrüne bis halbimmergrüne Auslese aus der Familie der Heidekrautgewächse. Die Wildart stammt aus den Küstenebenen im Südosten der USA. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Virginia, North Carolina, South Carolina und Georgia.

Dort wächst sie in feuchten, sandigen oder torfigen Kiefernsavannen, strauchreichen Mooren, natürlichen Senken sowie an Teich- und Sumpfrändern. Die Standorte liegen überwiegend im Flachland bis etwa 100 m Höhe.

Der Gattungsname Zenobia erinnert an die im 3. Jahrhundert lebende Königin Zenobia von Palmyra. Das lateinische pulverulenta bedeutet „bestäubt“ oder „pulverig“ und verweist auf den weißlich-wachsartigen Belag, der bei vielen Formen junge Triebe und Blätter überzieht.

Wuchs und Blätter

‘Raspberry Ripple’ wächst langsam und entwickelt einen aufrechten bis breitbuschigen Strauch mit leicht überhängenden Zweigspitzen. Durch unterirdische Rhizome kann sich die Pflanze allmählich verbreitern und mit der Zeit einen kleinen Bestand bilden.

Langfristig erreicht sie etwa 1–1,5 m Höhe und eine ähnliche Breite. Die häufig genannte Endhöhe von nur einem Meter beschreibt eher jüngere Pflanzen.

Die wechselständig angeordneten Blätter sind länglich eiförmig bis elliptisch und etwa 2–7 cm lang. Sie besitzen eine derbe Struktur und einen leicht gewellten oder fein gekerbten Rand. ‘Raspberry Ripple’ gilt im Vergleich mit blau belaubten Sorten wie ‘Blue Sky’ als eher grünlaubige Auslese. Ein leichter graugrüner, wachsartiger Belag kann dennoch vorhanden sein, besonders am jungen Austrieb.

In milden Wintern bleibt ein Teil des Laubes erhalten. In kälteren Regionen ist die Pflanze überwiegend sommergrün. Im Herbst entstehen spät im Jahr gelbe, orangefarbene, bronzerote bis rötlich purpurne Töne. An sonnigen Standorten fällt die Herbstfärbung kräftiger aus, sofern der Boden nicht austrocknet.

Blüte

Die Blütezeit reicht je nach Klima von Mai bis Juli. Die kleinen, hängenden Blüten stehen in lockeren Gruppen an den vorjährigen Trieben und erinnern in ihrer Form an größere Maiglöckchenblüten.

Die Knospen sind deutlich himbeerrosa gefärbt. Beim Öffnen werden die Blüten überwiegend weiß, während die rosa Färbung als Streifen, feiner Rand oder unregelmäßige Marmorierung auf den Kronzipfeln erhalten bleibt. Die Intensität der Zeichnung kann zwischen einzelnen Blüten sowie in Abhängigkeit von Witterung und Entwicklungsstadium schwanken.

Die Blüten verströmen einen leichten, häufig als anisartig beschriebenen Duft. ‘Raspberry Ripple’ ist damit keine kräftig rot-weiß gestreifte Sorte, sondern eine eher fein gezeichnete Auslese – mehr Himbeerspur als Himbeersirup.

Früchte

Nach der Blüte entstehen kleine, aufrechte, rundliche Kapselfrüchte. Sie trocknen bei der Reife ein und öffnen sich mit fünf Klappen. Im Inneren befinden sich zahlreiche sehr feine Samen.

Die braunen Kapseln können bis in das folgende Jahr an den Zweigen verbleiben, besitzen aber nur geringen Zierwert. Sämlinge entsprechen nicht zuverlässig der Sorte. ‘Raspberry Ripple’ wird deshalb vegetativ durch Stecklinge vermehrt.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die Wildart gelangte vermutlich bereits um 1800 durch den schottischen Pflanzensammler John Fraser nach Großbritannien. Eine Pflanze mit auffallend bereiftem Laub wurde 1802 in Curtis’s Botanical Magazine noch unter dem Namen Andromeda pulverulenta abgebildet. Trotz dieser frühen Einführung blieb die Zenobie in europäischen Gärten ungewöhnlich selten.

‘Raspberry Ripple’ wurde nach Angaben der Fachliteratur erstmals 1998 im Katalog der Heronswood Nursery im US-Bundesstaat Washington angeboten und war offenbar eine eigene Auslese dieser Baumschule. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal sind die rosafarbenen Knospen und die bleibende himbeerrosa Zeichnung auf den geöffneten Blüten.

In Großbritannien wird die Sorte mittlerweile von mehreren Spezialgärtnereien angeboten. Im übrigen europäischen Baumschulsortiment ist sie weiterhin nur vereinzelt zu finden, aber keine vollkommen unbekannte Rarität mehr.

Standort und Pflege

Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger, möglichst windgeschützter Standort. Volle Sonne fördert die Blüte und eine kräftige Herbstfärbung, ist aber nur bei dauerhaft ausreichender Bodenfeuchtigkeit geeignet. Wo die Erde im Sommer zeitweise austrocknet, ist Halbschatten die bessere Wahl.

Der Boden muss sauer, kalkfrei, humusreich und frisch bis feucht sein. Geeignet sind sandig-humose, torfige oder moorige Substrate. Auch zeitweise sehr nasse Böden werden vertragen. Ein pauschaler Hinweis, Staunässe unbedingt zu vermeiden, passt daher nicht zur natürlichen Lebensweise der Art.

Ungeeignet sind jedoch verdichtete, sauerstoffarme Lehmböden und Gefäße ohne Wasserabzug, in denen das Substrat zu faulen beginnt. Die Pflanze benötigt Feuchtigkeit, aber keinen Kübel, der sich dauerhaft in einen schlecht belüfteten Suppentopf verwandelt.

Trockenheit und kalkhaltiges Gießwasser führen wesentlich schneller zu Problemen als ein nasser Gartenboden. In Regionen mit hartem Leitungswasser sollte möglichst Regenwasser verwendet werden. Eine Mulchschicht aus Laubkompost, Nadelstreu oder Rindenhumus hilft, den Wurzelbereich kühl und feucht zu halten.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Da die Blüten an den vorjährigen Trieben entstehen, sollten notwendige Formkorrekturen unmittelbar nach der Blüte erfolgen. Bei älteren Pflanzen können einzelne schwache oder stark vergreiste Triebe bodennah entfernt werden.

Klimatische Aspekte

WHZ: 7–8; in geschützten Lagen auch 6b möglich

Die Angaben zur Winterhärte schwanken. Für die Wildart werden teilweise USDA-Zonen 5–9 und die RHS-Stufe H6 genannt. Die Royal Horticultural Society bewertet ‘Raspberry Ripple’ vorsichtiger mit H5, entsprechend ungefähr −15 bis −10 °C. Für eine Shopbeschreibung ist daher WHZ 7–8 die zuverlässigere Angabe.

Die Art stammt nicht aus einem ausgesprochen kühlen Klima, sondern aus den warmen und luftfeuchten Küstenebenen des südöstlichen Nordamerikas. Sie ist jedoch erstaunlich anpassungsfähig und gedeiht auch in Regionen mit kühlen Sommern. Problematisch ist vor allem die Verbindung aus Hitze und trockenem Boden.

Junge Triebe und bereits entwickelte Blütenknospen können durch Spätfröste beschädigt werden. Ein Platz ohne ausgeprägte Frostsenke sowie Schutz vor kaltem Wind sind deshalb sinnvoll. Winterfeuchtigkeit wird grundsätzlich gut vertragen, solange der Boden sauer, humos und ausreichend durchlüftet bleibt.

Praxistipp

‘Raspberry Ripple’ eignet sich für Moorbeete, feuchte Gehölzränder, Teichumfelder und saure Pflanzungen gemeinsam mit Rhododendren, Kalmien, Scheinhaseln, Zimterlen oder Heidelbeeren.

Auf kalkhaltigem Gartenboden ist ein großer Kübel mit Moorbeet- beziehungsweise Rhododendronsubstrat oft einfacher als ein kleines, isoliertes Pflanzloch. Im Gefäß muss besonders sorgfältig auf gleichmäßige Feuchtigkeit und die Verwendung von kalkarmem Wasser geachtet werden.

Für eine kräftige Herbstfärbung empfiehlt sich möglichst viel Licht. 

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    Juni

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Duftend

Boden

Standort

Standort 1
    sonnig
Zenobia pulverulenta 'Raspberry Ripple' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Zenobia pulverulenta 'Raspberry Ripple' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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